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Mike Matas

Mike Matas

Mike Matas ist Unternehmer und Interface-Designer mit Wohnsitz in Healdsburg, Kalifornien. Seine Arbeit findet sich in Produkten von Apple, Nest, Facebook und Microsoft sowie in seinen Start-ups Delicious Library, Push Pop Press und Lobe wieder. Derzeit arbeitet er an neuen Projekten mit LoveFrom. Neben dem Design ist Mike leidenschaftlicher Fotograf, Gärtner, Ehemann und Vater. — Hallo, ich bin Mike Matas. Aufgewachsen in Seattle, liebte ich es, Filme zu drehen. Im Jahr 2000, als ich 13 Jahre alt war, gelang es mir, ein Praktikum für Videoschnitt bei einem lokalen Filmproduktionsstudio zu bekommen. Der Videoschnitt vollzog damals gerade den Sprung von großen, komplexen AVID-Schnittplätzen hin zu einfachen PCs mit Final Cut Pro. Während dieses Praktikums lernte ich die Leistungsfähigkeit eines durchdacht gestalteten Computers schätzen. Ich verliebte mich nicht nur in das, was man mit einem Computer machen konnte, sondern in den Computer an sich. Im Jahr 2001, im Alter von 14 Jahren, bekam ich einen Job bei The Omni Group, einem der frühen NextStep-Softwareunternehmen. Nach einigem Beharren stimmten sie zögerlich zu, mich nach der Schule vorbeikommen zu lassen, um bei der Beantwortung von Support-E-Mails zu helfen. Doch nach ein paar Tagen bei der Arbeit wurde klar, dass meine leichte Legasthenie und meine schreckliche Rechtschreibung nicht mit dem Kundensupport vereinbar waren. Doch anstatt mich vor die Tür zu setzen, ließen sie mich großzügigerweise dableiben und halfen mir, die Benutzeroberflächen für ihre neuen Mac OS X-Produkte zu gestalten. Und seitdem widme ich mich dem Interface-Design. Die High School interessierte mich immer weniger, und mit 17 Jahren brach ich die Schule ab, um mein eigenes Softwareunternehmen zu gründen. Die von uns entwickelte App namens Delicious Library ermöglichte es den Nutzern, mit ihrer iSight-Kamera die Barcodes von Büchern in ihrer Heimbibliothek zu scannen und sie einem digitalen Katalog hinzuzufügen, der als realistisches Holzregal dargestellt wurde. Zur Erleichterung meiner Eltern stieß das Konzept auf große Begeisterung. Delicious Library gewann auf der WWDC 2005 die Auszeichnung für die beste User Experience, und mir wurde eine Stelle bei Apple angeboten. Im Alter von 19 Jahren zog ich also, statt an die Universität zu gehen, nach San Francisco und schloss mich dem damals sechsköpfigen Apple HI-Team an. Meine erste Aufgabe bestand darin, die App Photo Booth zu entwickeln – eine unterhaltsame Anwendung, die die neue integrierte iMac-Kamera in Szene setzen sollte. Ich arbeitete auch an einigen Mac OS X-Funktionen wie der kosmischen TimeMachine-Benutzeroberfläche mit. Die meiste Zeit verbrachte ich jedoch mit einem kleinen, gerade erst anlaufenden Projekt, aus dem schließlich das erste iPhone und iPad hervorgingen. Es war eine echte Lehrzeit, gemeinsam mit dem Team die erste Version von iOS und Apps wie Kamera, Fotos und Karten zu entwerfen. Wenn mich heute jemand fragt, an welcher Universität ich war, antworte ich gerne: Apple. Nachdem ich Apple 2009 verlassen hatte, half ich beim Design des ersten Nest Thermostats. Kurz darauf gründete ich einen neuen digitalen Verlag namens Push Pop Press. Das erste Buch, das wir gemeinsam mit Al Gore herausbrachten, hieß Our Choice. Es erschien als iPad-App und präsentierte auf 400 immersiven Seiten Lösungen für die Klimakrise anhand von Texten, Bildern, Videos und interaktiven Infografiken. Das Design der App verzichtete auf herkömmliche Navigationsschaltflächen und Symbolleisten zugunsten natürlicher Pinch- und Wischgesten, die ein nahtloses Blättern ohne visuelle Ablenkungen ermöglichten. Nach der Übernahme des Unternehmens durch Facebook im Jahr 2011 leitete ich das Design der Publishing-Plattform Instant Articles sowie das Creative Lab, das das mobile Facebook-Erlebnis mit der App Paper neu erfand. Neben der Gestaltung von Benutzeroberflächen für Produkte habe ich parallel daran gearbeitet, die notwendigen Werkzeuge zu entwickeln, die es mir und anderen ermöglichen, neue Designs überhaupt erst zu entwerfen. Bei Facebook half ich bei der Entwicklung des interaktiven Prototyping-Tools Origami, mit dem das Team ohne Programmieraufwand vielschichtige, physikbasierte Interfaces gestalten konnte. Origami ist auch heute noch eines meiner wichtigsten Designwerkzeuge. Fasziniert von den Möglichkeiten des maschinellen Lernens gründete ich 2016 Lobe – ein Unternehmen, das ein benutzerfreundliches, visuelles Tool zum Trainieren von Machine-Learning-Modellen entwickelte. Vor Kurzem übernahm Microsoft das Unternehmen, um auch Nicht-Technikern wie Designern, Lehrkräften und Wissenschaftlern das Experimentieren und Arbeiten mit maschinellem Lernen zu ermöglichen. Vor sieben Jahren zogen meine Frau und ich zwei Stunden nördlich von San Francisco in ein autarkes Haus in den Ausläufern des Dry Creek Valley, etwas außerhalb von Healdsburg. Wir genießen das Leben hier oben mit unseren beiden kleinen Töchtern, zehn Hühnern, Honigbienen und einem üppigen Gemüsegarten.

Mike Matas ist Unternehmer und Interface-Designer mit Wohnsitz in Healdsburg, Kalifornien. Seine Arbeit findet sich in Produkten von Apple, Nest, Facebook und Microsoft sowie in seinen Start-ups Delicious Library, Push Pop Press und Lobe wieder. Derzeit arbeitet er an neuen Projekten mit LoveFrom. Neben dem Design ist Mike leidenschaftlicher Fotograf, Gärtner, Ehemann und Vater. — Hallo, ich bin Mike Matas. Aufgewachsen in Seattle, liebte ich es, Filme zu drehen. Im Jahr 2000, als ich 13 Jahre alt war, gelang es mir, ein Praktikum für Videoschnitt bei einem lokalen Filmproduktionsstudio zu bekommen. Der Videoschnitt vollzog damals gerade den Sprung von großen, komplexen AVID-Schnittplätzen hin zu einfachen PCs mit Final Cut Pro. Während dieses Praktikums lernte ich die Leistungsfähigkeit eines durchdacht gestalteten Computers schätzen. Ich verliebte mich nicht nur in das, was man mit einem Computer machen konnte, sondern in den Computer an sich. Im Jahr 2001, im Alter von 14 Jahren, bekam ich einen Job bei The Omni Group, einem der frühen NextStep-Softwareunternehmen. Nach einigem Beharren stimmten sie zögerlich zu, mich nach der Schule vorbeikommen zu lassen, um bei der Beantwortung von Support-E-Mails zu helfen. Doch nach ein paar Tagen bei der Arbeit wurde klar, dass meine leichte Legasthenie und meine schreckliche Rechtschreibung nicht mit dem Kundensupport vereinbar waren. Doch anstatt mich vor die Tür zu setzen, ließen sie mich großzügigerweise dableiben und halfen mir, die Benutzeroberflächen für ihre neuen Mac OS X-Produkte zu gestalten. Und seitdem widme ich mich dem Interface-Design. Die High School interessierte mich immer weniger, und mit 17 Jahren brach ich die Schule ab, um mein eigenes Softwareunternehmen zu gründen. Die von uns entwickelte App namens Delicious Library ermöglichte es den Nutzern, mit ihrer iSight-Kamera die Barcodes von Büchern in ihrer Heimbibliothek zu scannen und sie einem digitalen Katalog hinzuzufügen, der als realistisches Holzregal dargestellt wurde. Zur Erleichterung meiner Eltern stieß das Konzept auf große Begeisterung. Delicious Library gewann auf der WWDC 2005 die Auszeichnung für die beste User Experience, und mir wurde eine Stelle bei Apple angeboten. Im Alter von 19 Jahren zog ich also, statt an die Universität zu gehen, nach San Francisco und schloss mich dem damals sechsköpfigen Apple HI-Team an. Meine erste Aufgabe bestand darin, die App Photo Booth zu entwickeln – eine unterhaltsame Anwendung, die die neue integrierte iMac-Kamera in Szene setzen sollte. Ich arbeitete auch an einigen Mac OS X-Funktionen wie der kosmischen TimeMachine-Benutzeroberfläche mit. Die meiste Zeit verbrachte ich jedoch mit einem kleinen, gerade erst anlaufenden Projekt, aus dem schließlich das erste iPhone und iPad hervorgingen. Es war eine echte Lehrzeit, gemeinsam mit dem Team die erste Version von iOS und Apps wie Kamera, Fotos und Karten zu entwerfen. Wenn mich heute jemand fragt, an welcher Universität ich war, antworte ich gerne: Apple. Nachdem ich Apple 2009 verlassen hatte, half ich beim Design des ersten Nest Thermostats. Kurz darauf gründete ich einen neuen digitalen Verlag namens Push Pop Press. Das erste Buch, das wir gemeinsam mit Al Gore herausbrachten, hieß Our Choice. Es erschien als iPad-App und präsentierte auf 400 immersiven Seiten Lösungen für die Klimakrise anhand von Texten, Bildern, Videos und interaktiven Infografiken. Das Design der App verzichtete auf herkömmliche Navigationsschaltflächen und Symbolleisten zugunsten natürlicher Pinch- und Wischgesten, die ein nahtloses Blättern ohne visuelle Ablenkungen ermöglichten. Nach der Übernahme des Unternehmens durch Facebook im Jahr 2011 leitete ich das Design der Publishing-Plattform Instant Articles sowie das Creative Lab, das das mobile Facebook-Erlebnis mit der App Paper neu erfand. Neben der Gestaltung von Benutzeroberflächen für Produkte habe ich parallel daran gearbeitet, die notwendigen Werkzeuge zu entwickeln, die es mir und anderen ermöglichen, neue Designs überhaupt erst zu entwerfen. Bei Facebook half ich bei der Entwicklung des interaktiven Prototyping-Tools Origami, mit dem das Team ohne Programmieraufwand vielschichtige, physikbasierte Interfaces gestalten konnte. Origami ist auch heute noch eines meiner wichtigsten Designwerkzeuge. Fasziniert von den Möglichkeiten des maschinellen Lernens gründete ich 2016 Lobe – ein Unternehmen, das ein benutzerfreundliches, visuelles Tool zum Trainieren von Machine-Learning-Modellen entwickelte. Vor Kurzem übernahm Microsoft das Unternehmen, um auch Nicht-Technikern wie Designern, Lehrkräften und Wissenschaftlern das Experimentieren und Arbeiten mit maschinellem Lernen zu ermöglichen. Vor sieben Jahren zogen meine Frau und ich zwei Stunden nördlich von San Francisco in ein autarkes Haus in den Ausläufern des Dry Creek Valley, etwas außerhalb von Healdsburg. Wir genießen das Leben hier oben mit unseren beiden kleinen Töchtern, zehn Hühnern, Honigbienen und einem üppigen Gemüsegarten.

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Im Jahr 2001, im Alter von 14 Jahren, bekam ich einen Job bei The Omni Group, einem der frühen NextStep-Softwareunternehmen. Nach einigem Beharren stimmten sie zögerlich zu, mich nach der Schule vorbeikommen zu lassen, um bei der Beantwortung von Support-E-Mails zu helfen. Doch nach ein paar Tagen bei der Arbeit wurde klar, dass meine leichte Legasthenie und meine schreckliche Rechtschreibung nicht mit dem Kundensupport vereinbar waren. Doch anstatt mich vor die Tür zu setzen, ließen sie mich großzügigerweise dableiben und halfen mir, die Benutzeroberflächen für ihre neuen Mac OS X-Produkte zu gestalten. Und seitdem widme ich mich dem Interface-Design. Die High School interessierte mich immer weniger, und mit 17 Jahren brach ich die Schule ab, um mein eigenes Softwareunternehmen zu gründen. Die von uns entwickelte App namens Delicious Library ermöglichte es den Nutzern, mit ihrer iSight-Kamera die Barcodes von Büchern in ihrer Heimbibliothek zu scannen und sie einem digitalen Katalog hinzuzufügen, der als realistisches Holzregal dargestellt wurde. Zur Erleichterung meiner Eltern stieß das Konzept auf große Begeisterung. Delicious Library gewann auf der WWDC 2005 die Auszeichnung für die beste User Experience, und mir wurde eine Stelle bei Apple angeboten. Im Alter von 19 Jahren zog ich also, statt an die Universität zu gehen, nach San Francisco und schloss mich dem damals sechsköpfigen Apple HI-Team an. Meine erste Aufgabe bestand darin, die App Photo Booth zu entwickeln – eine unterhaltsame Anwendung, die die neue integrierte iMac-Kamera in Szene setzen sollte. Ich arbeitete auch an einigen Mac OS X-Funktionen wie der kosmischen TimeMachine-Benutzeroberfläche mit. Die meiste Zeit verbrachte ich jedoch mit einem kleinen, gerade erst anlaufenden Projekt, aus dem schließlich das erste iPhone und iPad hervorgingen. Es war eine echte Lehrzeit, gemeinsam mit dem Team die erste Version von iOS und Apps wie Kamera, Fotos und Karten zu entwerfen. Wenn mich heute jemand fragt, an welcher Universität ich war, antworte ich gerne: Apple. Nachdem ich Apple 2009 verlassen hatte, half ich beim Design des ersten Nest Thermostats. Kurz darauf gründete ich einen neuen digitalen Verlag namens Push Pop Press. Das erste Buch, das wir gemeinsam mit Al Gore herausbrachten, hieß Our Choice. Es erschien als iPad-App und präsentierte auf 400 immersiven Seiten Lösungen für die Klimakrise anhand von Texten, Bildern, Videos und interaktiven Infografiken. Das Design der App verzichtete auf herkömmliche Navigationsschaltflächen und Symbolleisten zugunsten natürlicher Pinch- und Wischgesten, die ein nahtloses Blättern ohne visuelle Ablenkungen ermöglichten. Nach der Übernahme des Unternehmens durch Facebook im Jahr 2011 leitete ich das Design der Publishing-Plattform Instant Articles sowie das Creative Lab, das das mobile Facebook-Erlebnis mit der App Paper neu erfand. Neben der Gestaltung von Benutzeroberflächen für Produkte habe ich parallel daran gearbeitet, die notwendigen Werkzeuge zu entwickeln, die es mir und anderen ermöglichen, neue Designs überhaupt erst zu entwerfen. Bei Facebook half ich bei der Entwicklung des interaktiven Prototyping-Tools Origami, mit dem das Team ohne Programmieraufwand vielschichtige, physikbasierte Interfaces gestalten konnte. Origami ist auch heute noch eines meiner wichtigsten Designwerkzeuge. Fasziniert von den Möglichkeiten des maschinellen Lernens gründete ich 2016 Lobe – ein Unternehmen, das ein benutzerfreundliches, visuelles Tool zum Trainieren von Machine-Learning-Modellen entwickelte. 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Im Jahr 2001, im Alter von 14 Jahren, bekam ich einen Job bei The Omni Group, einem der frühen NextStep-Softwareunternehmen. Nach einigem Beharren stimmten sie zögerlich zu, mich nach der Schule vorbeikommen zu lassen, um bei der Beantwortung von Support-E-Mails zu helfen. Doch nach ein paar Tagen bei der Arbeit wurde klar, dass meine leichte Legasthenie und meine schreckliche Rechtschreibung nicht mit dem Kundensupport vereinbar waren. Doch anstatt mich vor die Tür zu setzen, ließen sie mich großzügigerweise dableiben und halfen mir, die Benutzeroberflächen für ihre neuen Mac OS X-Produkte zu gestalten. Und seitdem widme ich mich dem Interface-Design. Die High School interessierte mich immer weniger, und mit 17 Jahren brach ich die Schule ab, um mein eigenes Softwareunternehmen zu gründen. Die von uns entwickelte App namens Delicious Library ermöglichte es den Nutzern, mit ihrer iSight-Kamera die Barcodes von Büchern in ihrer Heimbibliothek zu scannen und sie einem digitalen Katalog hinzuzufügen, der als realistisches Holzregal dargestellt wurde. Zur Erleichterung meiner Eltern stieß das Konzept auf große Begeisterung. Delicious Library gewann auf der WWDC 2005 die Auszeichnung für die beste User Experience, und mir wurde eine Stelle bei Apple angeboten. Im Alter von 19 Jahren zog ich also, statt an die Universität zu gehen, nach San Francisco und schloss mich dem damals sechsköpfigen Apple HI-Team an. Meine erste Aufgabe bestand darin, die App Photo Booth zu entwickeln – eine unterhaltsame Anwendung, die die neue integrierte iMac-Kamera in Szene setzen sollte. Ich arbeitete auch an einigen Mac OS X-Funktionen wie der kosmischen TimeMachine-Benutzeroberfläche mit. Die meiste Zeit verbrachte ich jedoch mit einem kleinen, gerade erst anlaufenden Projekt, aus dem schließlich das erste iPhone und iPad hervorgingen. Es war eine echte Lehrzeit, gemeinsam mit dem Team die erste Version von iOS und Apps wie Kamera, Fotos und Karten zu entwerfen. Wenn mich heute jemand fragt, an welcher Universität ich war, antworte ich gerne: Apple. Nachdem ich Apple 2009 verlassen hatte, half ich beim Design des ersten Nest Thermostats. Kurz darauf gründete ich einen neuen digitalen Verlag namens Push Pop Press. Das erste Buch, das wir gemeinsam mit Al Gore herausbrachten, hieß Our Choice. Es erschien als iPad-App und präsentierte auf 400 immersiven Seiten Lösungen für die Klimakrise anhand von Texten, Bildern, Videos und interaktiven Infografiken. Das Design der App verzichtete auf herkömmliche Navigationsschaltflächen und Symbolleisten zugunsten natürlicher Pinch- und Wischgesten, die ein nahtloses Blättern ohne visuelle Ablenkungen ermöglichten. Nach der Übernahme des Unternehmens durch Facebook im Jahr 2011 leitete ich das Design der Publishing-Plattform Instant Articles sowie das Creative Lab, das das mobile Facebook-Erlebnis mit der App Paper neu erfand. Neben der Gestaltung von Benutzeroberflächen für Produkte habe ich parallel daran gearbeitet, die notwendigen Werkzeuge zu entwickeln, die es mir und anderen ermöglichen, neue Designs überhaupt erst zu entwerfen. Bei Facebook half ich bei der Entwicklung des interaktiven Prototyping-Tools Origami, mit dem das Team ohne Programmieraufwand vielschichtige, physikbasierte Interfaces gestalten konnte. Origami ist auch heute noch eines meiner wichtigsten Designwerkzeuge. Fasziniert von den Möglichkeiten des maschinellen Lernens gründete ich 2016 Lobe – ein Unternehmen, das ein benutzerfreundliches, visuelles Tool zum Trainieren von Machine-Learning-Modellen entwickelte. Vor Kurzem übernahm Microsoft das Unternehmen, um auch Nicht-Technikern wie Designern, Lehrkräften und Wissenschaftlern das Experimentieren und Arbeiten mit maschinellem Lernen zu ermöglichen. Vor sieben Jahren zogen meine Frau und ich zwei Stunden nördlich von San Francisco in ein autarkes Haus in den Ausläufern des Dry Creek Valley, etwas außerhalb von Healdsburg. Wir genießen das Leben hier oben mit unseren beiden kleinen Töchtern, zehn Hühnern, Honigbienen und einem üppigen Gemüsegarten.

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Im Jahr 2001, im Alter von 14 Jahren, bekam ich einen Job bei The Omni Group, einem der frühen NextStep-Softwareunternehmen. Nach einigem Beharren stimmten sie zögerlich zu, mich nach der Schule vorbeikommen zu lassen, um bei der Beantwortung von Support-E-Mails zu helfen. Doch nach ein paar Tagen bei der Arbeit wurde klar, dass meine leichte Legasthenie und meine schreckliche Rechtschreibung nicht mit dem Kundensupport vereinbar waren. Doch anstatt mich vor die Tür zu setzen, ließen sie mich großzügigerweise dableiben und halfen mir, die Benutzeroberflächen für ihre neuen Mac OS X-Produkte zu gestalten. Und seitdem widme ich mich dem Interface-Design. Die High School interessierte mich immer weniger, und mit 17 Jahren brach ich die Schule ab, um mein eigenes Softwareunternehmen zu gründen. Die von uns entwickelte App namens Delicious Library ermöglichte es den Nutzern, mit ihrer iSight-Kamera die Barcodes von Büchern in ihrer Heimbibliothek zu scannen und sie einem digitalen Katalog hinzuzufügen, der als realistisches Holzregal dargestellt wurde. Zur Erleichterung meiner Eltern stieß das Konzept auf große Begeisterung. Delicious Library gewann auf der WWDC 2005 die Auszeichnung für die beste User Experience, und mir wurde eine Stelle bei Apple angeboten. Im Alter von 19 Jahren zog ich also, statt an die Universität zu gehen, nach San Francisco und schloss mich dem damals sechsköpfigen Apple HI-Team an. Meine erste Aufgabe bestand darin, die App Photo Booth zu entwickeln – eine unterhaltsame Anwendung, die die neue integrierte iMac-Kamera in Szene setzen sollte. Ich arbeitete auch an einigen Mac OS X-Funktionen wie der kosmischen TimeMachine-Benutzeroberfläche mit. Die meiste Zeit verbrachte ich jedoch mit einem kleinen, gerade erst anlaufenden Projekt, aus dem schließlich das erste iPhone und iPad hervorgingen. Es war eine echte Lehrzeit, gemeinsam mit dem Team die erste Version von iOS und Apps wie Kamera, Fotos und Karten zu entwerfen. Wenn mich heute jemand fragt, an welcher Universität ich war, antworte ich gerne: Apple. Nachdem ich Apple 2009 verlassen hatte, half ich beim Design des ersten Nest Thermostats. Kurz darauf gründete ich einen neuen digitalen Verlag namens Push Pop Press. Das erste Buch, das wir gemeinsam mit Al Gore herausbrachten, hieß Our Choice. Es erschien als iPad-App und präsentierte auf 400 immersiven Seiten Lösungen für die Klimakrise anhand von Texten, Bildern, Videos und interaktiven Infografiken. Das Design der App verzichtete auf herkömmliche Navigationsschaltflächen und Symbolleisten zugunsten natürlicher Pinch- und Wischgesten, die ein nahtloses Blättern ohne visuelle Ablenkungen ermöglichten. 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